Mischkreuz für das Dekoktionsverfahren

Geschrieben am 22 Okt 2013

Es gibt jetzt direkt hier auf damn-fine-beer.de einen Rechner. Einfach hier oder rechts unter Tools auf "Maischführung" klicken.

Zum Maischen verwenden wir einen handelsüblichen Campingkühler mit ca. 60 Litern Fassungsvermögen. Dieser hat einen Auslauf zum Abziehen der klaren Würze. Der Vorteil ist, dass die Maischtemperatur auch über recht lange Zeiträume stabil gehalten wird ohne dass man nachheizen müsste. So verliert die Maische max. 1 °C pro Stunde. Auch ein Rührwerk ist so nicht notwendig.

Schwierig wird dann aber das Erreichen der im Rezept vorgesehenen Rasten. Bei einem Rezept welches nur eine Kombirast benötigt ist dies kein Problem, aber bei mehreren Rasten ist es schwierig die Maische im Campingkühler zielgenau zu erwärmen.

Grundsätzlich gibt es hier zwei Möglichkeiten:
1.Zubrühen von heißem/kochendem Wasser
2.Abziehen eines Teils der Würze, Erhitzen dieser Würze und Rückführung zur Gesamtmaische

Das 1. Verfahren ist am simpelsten, setzt aber voraus, dass man genügend Platz im Maischebottich hat um genug Wasser zum Anheben der Temperatur beigeben zu können. Bei 2 oder gar 3 Rasten mit deutlichen Temperatursprüngen kann dies schnell zum Problem werden.

Bei der Bestimmung welche Menge Wasser zugebrüht werden muss um die Temperatur von x °C auf y °C zu erhöhen, benötigt man etwas Mathematik. Zum Glück gibt es bereits fertige Rechner die dies übernehmen.

Hier findet sich ein einfach zu bedienender Rechner welcher einem schnell auch für mehrere Rasten angibt, welche Menge kochendes Wasser zugebrüht werden muss um die gewünschte Rasttemperatur zu erhalten.

Das 2. Verfahren ist auch als Dekoktion bekannt. Dieses umgeht das Problem des vollen Maischebottichs indem einfach Teilmaischen gezogen, diese erhitzt und wieder zugegeben werden.

Der bereits genannte Rechner kann für dieses Verfahren nicht einfach übernommen werden, da der Rechner mit zusätzlichem Wasser rechnet und nicht mit einer Teilmaische. Dies führt dazu, dass die Ergebnisse nicht mehr stimmen. Die Abweichung kann dann schnell man 1-2 °C sein.

Für die Dekoktion hat der Nutzer „Bierjunge“ auf hobbybrauer.de ein sehr praktisches Tool in Excel erstellt. In dieser einfachen Tabelle lässt sich ausrechnen, wie viel Maische abzuziehen ist und auch auf welche Temperatur man diese bringen muss um die gewünschte Temperatur der Maische zu erzielen.

Die Tabelle kann hier heruntergeladen werden.

Um zu Berechnen welche Temperatur das Wasser zum Einmaischen haben muss, ist der Rechner auf brewersfriend.com besser geeignet als die Tabelle von Bierjunge. Beide Tools gemeinsam ergeben daher ein praktisches Werkzeug um Rasten möglichst genau erreichen zu können, auch ohne direkte Befeuerung des Maischebottichs.

Hobbybrauer in Franken

Geschrieben am 27 Aug 2013

Es ist immer schön, wenn ein gut recherchierter Beitrag in den Medien zum Thema Hobbybrauer erscheint. So ist dieser Beitrag aus dem Bayrischen Fernsehen einen Blick wert. In knapp fünf Minuten erhält man einen Einblick in dieses schöne Hobby. Abrufen kann man den Beitrag hier.

So die etwas provokante Aussage des Brauers Michael Schwab von Brewbaker in Berlin. Doch es ist etwas dran an dieser Aussage. Als das Reinheitsgebot erlassen wurde ging es um den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und nicht um ein hehres Ideal. Und das damalige Brauerhandwerk hatte auch wenig mit heutiger industriellen Bierherstellung zu tun.

Das ist ja grundsätzlich auch in Ordnung, da auch Industriebier seinen Platz auf dem Markt hat. Allerdings sollte bei Kunden auch ein Bewusstsein dafür entstehen, dass Bier ein Genussmittel sein kann und nicht nur die billige Dröhnung im Stadion. Vielleicht ist es daher ein positives Zeichen, dass der Bierkonsum in den letzten Jahren rückläufig ist. Vielleicht zwingt dies die Größen der Getränkeindustrie zum Umdenken. So hat die Radeberger Gruppe z.B. das Unternehmen Braufactum im Portfolio. Ob eine 0,75l Flasche Bier aber gleich 35,- € kosten muss, sei mal dahingestellt.

Vor diesem Hintergrund möchte ich gerne auf einen Artikel im KulturSpiegel verweisen. Der Artikel steht hier online und kann hier als .pdf heruntergeladen werden.

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